Die Kirche

Außenbau: Feldsteinsaal von zwei Jochen mit Nordsakristei, um 1300. Seit 1987 Ruine, erhalten die Außenmauern und die Sakristei. Architekturdetails in Backstein. Reich gegliederte Giebel mit schlanken gestaffelten Blenden mit Dreieckschluss, im Abschluss geteilt. Spitzbogenfenster mit abgeschrägter Laibung und Maßwerken des 19. Jh. An der Südseite ein spitzbogiges Stufenportal, das schlichtere Nordportal zugesetzt, das Westportal erneuert, mit gestuftem Gewände. An der Nordwestseite rechteckiges Treppentürmchen. Der dekorativ ausgeziegelte Fachwerkgiebel der wiederhergestellten Sakristei von 1656.

Auf dem Kirchhof befindet sich ein hölzerner Glockenturm. Von dem ehemaligen Dreiergeläut blieb durch kriegsbedingte Beschlagnahmen von 1917 nur die mittlere Bronzeglocke übrig. Sie trägt die Aufschrift "Mich hat gegossen Joh. Gottfried Wosaeck in Stralsund Anno 1744". Nach ihrer Instandsetzung wurde sie am 11.Juni 2006 wieder in Dienst genommen.

Innenbau: Das Schiff ursprünglich kreuzrippengewölbt. Im Chor Sakramentsnische mit mittelalterlicher Holztür. Die angrenzende Sakristei mit rippenlosem Kuppelgewölbe. In dieser Sakristei finden regelmäßig Gottesdienste statt.

Seit Mai 2007 ist die Kirchenruine baulich gesichert und als kultureller Ort nutzbar.

Ehemaliges Pfarrhaus: Fachwerktraufenhaus von sieben Achsen auf L-förmigem Grundriss mit Frontispiz und Krüppelwalmdach, um 1800.

Nachgelesen: Ernst von Haselberg / Kunstdenkmäler 1882
1888 Haselberg III Kreis Grimmen / Seite 241
1888 Haselberg III Kreis Grimmen / Seite 242